Vogelgesang

Liedfestival Kassel 1.–9. Mai 2021


Romantisches Lied

Vielfältig, unerschöpflich, ja unauslotbar ist der Bestand an Liedern, die seit der Renaissance in Deutschland komponiert wurden. Wer wollte von sich behaupten, er kenne sämtliche Vertonungen auch nur der hundert bekanntesten deutschen Gedichte? Wer, er habe wirklich alle Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Wolf gehört – um nur die bekanntesten zu nennen? Ein gewaltiges poetisches Universum, das Gedanken und Gefühle der Dichter und Komponisten als Wort und Ton fortklingen lässt, liegt wie ein aufgeschlagenes Buch vor uns. Dies ist der Grund dafür, dass das LIEDFESTVAL KASSEL mühelos Jahr um Jahr mit neuen Programmen und interessanten Neu-entdeckungen aufwarten kann. Dieses Jahr findet das Liedfestival bereits zum fünften Male statt: ein kleines Jubiläum, welches das p.v.e. mit der Aufführung der Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms feiern wird. Dies Werk erklang beim allerersten Liedfestival und seine unnachahmliche Mischung aus klangvoller Dichtung, tänzerischer Musik und lyrischem Gesang war seinerzeit der Zündfunke für die Gründung des piano.voce.ensembles.


Konzerte Liedfestival

Erlöserkirche Harleshausen

Karlshafener Str.4, 34128 Kassel


Eröffnungskonzert Samstag, 1. Mai 2021, 20Uhr

MEIN HERZ UND DEINE STIMME

Komponistinnen der Romantik

Lieder von Clara Schumann, Mel Bonis, Nadja Boulanger u.a.
Traudl Schmaderer, Sopran - Vera Weht, Klavier


Sonntag, 2. Mai 2021, 20Uhr

DIE WINTERREISE

Franz Schubert

Gideon Poppe, Tenor (Deutsche Oper Berlin)
Jacques Ammon, Klavier (Leipzig)


Donnerstag, 6. Mai 2021, 20Uhr

KÖNNT ICH DICH IN LIEDERN PREISEN

Liederabend

Clara und Robert Schumann, Franz Schubert, Johannes Brahms,
Hugo Wolf und Gustav Mahler
Johannes Schwarz, Bariton (Hannover)
Lukas Rommelspacher, Klavier (Frankfurt)


Freitag, 7. Mai 2021, 20Uhr

JUNGES LIED

Auftritt für junge Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs »Jugend musiziert«


Samstag, 8. Mai 2021, 20Uhr

DIE SCHÖNE MÜLLERIN

Franz Schubert

Musa Nkuna, Tenor - Michael Kravtchin, Klavier


Sonntag, 9. Mai 2021, 20Uhr

FLAMMENAUGE, DUNKLES HAAR

Im bereits traditionellen Ensemblekonzert zum Abschluss des Liedfestivals Kassel singt das
piano.voce.ensemble das Italienische Gesangbuch von Hugo Wolf und die Liebesliederwalzer
von Johannes Brahms.
Traudl Schmaderer, Sopran ⋅ Marie-Luise Dreßen, Mezzosopran ⋅ Musa Nkuna, Tenor
Christoph Kögel, Bariton ⋅ Michael Kravtchin, Klavier ⋅ Alberto Bertino, Klavier




piano.voce.ensemble


TRAUDL SCHMADERER Traudl Schmaderer ist als Konzert- Oratoriums- und Liedsängerin bekannt und trat in den letzten Jahren mit anspruchsvollen und zugleich meisterhaft inter-pretierten Konzertprojekten hervor, so unter anderem beim Musikfest Kassel mit dem Zyklus La Bonne Chanson von Gabriel Fauré und dem Buch der hängenden Gärten von Arnold Schönberg und bei den Kasseler Musiktagen mit Ich, Hiob von Thomas Daniel Schlee. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie in München bei Adalbert Kraus und Nurit Herzog-Gorén und im Rahmen von Meisterkursen bei Edith Mathis. Sie wirkte bei Uraufführungen zeitgenössischer Musik, bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Einspielungen mit und tritt regelmäßig in vielen Orten Deutschlands auf. Neben ihrem umfangreichen Konzertrepertoire widmet sie sich zurzeit verstärkt der Kammermusik, gibt Liederabende und konzertiert mit verschiedenen Kammermusikensembles. Seit Langem ist sie als Gesangspädagogin tätig, zunächst an der Staatlichen Hochschule für Musik Frankfurt/Main und seit einigen Jahren auch in Kassel. Sie ist Gründungsmitglied des piano.voce.ensembles, welches sie gemeinsam mit Künstlerkollegen 2015 aus der Taufe hob, um dem Kunstlied im Konzertleben in neuer Art und Weise Geltung und Gehör zu verschaffen. Zugleich fungiert sie seit 2015 als künstlerische Leiterin des Liedfestivals Kassel.



Die Mezzosopranistin MARIE-LUISE DREßENMarie-Luise Dressen wurde in Torgau/Sachsen geboren und erhielt zunächst Violinunterricht, bevor sie von 2003-2009 an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig Gesang bei Prof. Elvira Dreßen und Prof. Roland Schubert studierte. In Meisterkursen arbeitete sie mit Christa Ludwig, Brigitte Fassbaender und Franz Grundheber. Von 2009 bis 2011 war Marie-Luise Dreßen Mitglied des Ensembles des Theaters Gera-Altenburg, wo sie unter anderem als Orlofsky („Die Fledermaus“), Komponist („Ariadne auf Naxos“) , Dejanira („Hercules“), Romeo („I Capuleti e i Montecchi“) und Nele („Ulenspiegel“) zu erleben war. 2010 übernahm sie die Partie der Sieglinde („Die Walküre“) in einer konzertanten Aufführung zum Abschluss der Richard-Wagner-Festtage in Leipzig, 2011 gastierte sie als Octavian an der Oper Malmö. Von 2011 bis 2016 war Marie-Luise Dreßen Ensemblemitglied am Theater Luzern, wo sie unter anderem als Orlando, Sesto („La clemenza di Tito“), Eliza („My Fair Lady“), Angelina („La cenerentola“), Ruggiero („Alcina“), Komponist („Ariadne auf Naxos“), Mercedes („Carmen“), Nancy („Albert Herring“), Adalgisa („Norma“), Valencienne („Die lustige Witwe“) und Mrs. Lovett („Sweeney Todd“) auftrat. Im Januar 2011 sang sie in einer Uraufführung von Simon Wills‘ „The stolen smells“ im Kampnagel unter der Leitung von Thomas Hengelbrock und mit dem NDR-Sinfonieorchester. 2015 debütierte sie am Theater Basel in der Hölderlin-Produktion von Peter Ruzicka und Vera Nemirova und sang die Hauptrolle der Fausta im Musiktheaterprojekt „Die Stimmen der Frauen vom Fluss“ von Howard Arman unter der Regie von Carlus Padrissa (Fura dels baus). Im Sommer 2017 sang sie die Freia („Das Rheingold“) mit der Beethovenakademie Krakau beim Kulturwaldfestival Blaibach und debütierte im November 2017 am Staatstheater Kassel als Hänsel – welchen sie auch unter der Leitung von Professor Ulf Schirmer mit dem Gewandhausorchester im Dezember 2016 sang. Ab der Saison 2017 bis 2019 war Marie-Luise Dreßen Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel. Hier sang sie Bersi in " Andrea Chenier", Rosina im "Barbier von Sevilla", Frau Reich in "Die lustigen Weiber von Windsor", Hänsel, Wellgunde und Sierune im "Ring des Nibelungen", Baba the Turk in " Rakes Progress", Meg Page in "Falstaff" sowie diverse Konzerte unter der Leitung von GMD Francesco Angelico. 2018 debütierte sie an der Bastille in Paris als Blumenmädchen in "Parsifal" unter dem Dirigat von Philippe Jordan.Seit der Saison 19/20 arbeitet Marie-Luise Dreßen freischaffend. Im Sommer 2019 sang sie die 3. Dame in der "Zauberflöte" beim Festival im Steinbruch in St. Magarethen unter der Leitung von Karsten Januschke. Mit dieser Partie war sie auch am Teatro Real in Madrid unter der Leitung von Ivor Bolton im Winter 2020 zu erleben . 2020 sang sie Cherubino in "Le nozze di Figaro", sowie Meg Page in "Falstaff" am Theater Freiburg und wird im Winter 2020/ 21 mit der 3. Dame in der "Zauberflöte" und Rossweisse in der "Walküre" an die Bastille zurückkehren. Auch auf dem Konzertpodium gastiert Marie-Luise Dreßen regelmäßig als Altsolistin und arbeitet mit den Pianisten Alexander Schmalcz und Eric Schneider. Ihr Debüt beim Kissinger Sommer war im Juli 2017. Im Sommer 2019 wird sie dorthin zurückkehren. Mit dem WDR Chor sang sie die „Misa tango“ von Martin Palmeri unter der Leitung von Mariano Chiaccarini. Marie-Luise Dreßen erhielt 2010 den Theater-Oscar der Bühnen Altenburg, wurde im Jahr 2012 in Gera zum Theaterpublikumsliebling gewählt und erhielt 2014 den Prix Gala des Theaterclubs Luzern. 2013 wurde sie für ihre Interpretation des Sesto („La clemenza di Tito“) und 2014 für Ruggiero („Alcina“) in der Zeitschrift „Opernwelt“ als „Beste Nachwuchskünstlerin“ nominiert. Am Staatstheater Kassel wurde sie 2019 mit dem Irma-Jansa-Preis ausgezeichnet.



MUSA NKUNA Musa Nkuna wurde in Südafrika geboren und absolvierte ein Gesangsstudium an der University of South Africa. 1998 legte er seinen Bachelor of Music an der University of Durban-Westville ab und 1999 den Master of Music im Fach Komposition an der Rhodes-University. Sein Gesangsstudium vervollkommnete der Sänger mit dem Konzertdiplom am Conservatoire de Lausanne in der Schweiz. Dort sang der Tenor bereits erste Partien noch während seiner Ausbildung und konnte sich so auch als Konzertsänger einen Namen machen. Von 2002 bis 2004 hatte Musa Nkuna sein erstes Festengagement am Theater in Pforzheim. Danach ging er für weitere vier Jahre ans Opernhaus in Köln wo er in den großen Rollen des lyrischen Mozartfachs und Rossini zu hören war. 2011/12 war er am Staatstheater Schwerin engagiert. In den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 gehörte Musa Nkuna zum festen Ensemble des Staatstheaters Kassel. Hier sang er unter anderem Edwin ( Die Csárdásfürstin), Ferrando (Così fan tutte) und begeisterte als Tamino (Die Zauberflöte) sowie als Jonathan in Händels Saul. Zuletzt war er als Gast im 11. TJO-Projekt in Carl Orffs Der Mond. Musa Nkuna singt regelmäßig in Konzerte, Liederabende und Opern- produktionen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Niederlande, Russland, Polen, Portugal, Schweiz, Spanien und Südafrika. Er ist auch als Komponist sehr aktiv und ist Gründungsmitglied der Kasseler Kompositionsinitiative.



CHRISTOPH KÖGEL Christoph Kögel begann mit privatem Gesangsunterricht bei Janet Hardy in Augsburg. Als Hospitant war er Mitglied der Opernschule des Leopold-Mozart-Konservatoriums, Augsburg und später, von 1984 bis 1986, Chorist im Opernchor der Städtischen Bühnen Augsburg. 1986 – 92 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main im Fach Opern-Gesang bei Prof. Martin Gründler und in der Liedklasse bei Prof. Charles Spencer. Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und Sena Jurinac schlossen sich an. Von 1993 bis 2004 war er teils fest, teils als Gast engagiert an den Städtischen Bühnen Osnabrück, Kaiserslautern (Pfalztheater), Städtischen Bühnen Lübeck, Staatstheater Mainz, Staatstheater Darmstadt und Zeitgenössische Oper Berlin/Komische Oper Berlin. Parallel war er immer auch als Lied- und Oratoriensänger und in wirkte in freien Kammeroperproduktionen der Vokalsolisten Frankfurt und der Kammeroper Frankfurt mit. Zu seinem Repertoire gehören Oratorien von Telemann, Bach und Händel und Opernpartien wie Graf Almaviva (Hochzeit des Figaro), Valentin (Margarete), Guglielmo (Così fan tutte), Silvio (Der Bajazzo). Konzertreisen führten ihn nach Belgien, Ungarn, Estland, Lettland, Österreich, Israel, Frankreich und in die Schweiz.



MICHAEL KRAVTCHIN Michael Kravtchin wurde in Moskau geboren. Frankfurt, Hannover, Detmold und Freiburg sind die Stationen seiner Musikausbildung. Insbesondere seine Begegnung mit dem großen Pianisten Anatol Ugorski hat ihn musikalisch und künstlerisch geprägt. Michael Kravtchin ist Preisträger beim internationalen Klavierwettbewerb Cita di Cantù in Italien. Er erhielt auch den Kritikerpreis. Seine Beschäftigung mit der Musik von Franz Graf von Pocci führte 2007 zur Veröffentlichung einer CD mit Ersteinspielungen mehrerer Werke Poccis. Außerdem nahm er das erste Buch der Préludes von Debussy und Schumanns Carnaval auf. Er trat mehrmals beim Musikfest in Kassel auf. Eine CD mit französischer Klaviermusik erschien als Konzertmit schnitt aus der documenta-Halle Kassel. Als Kammermusiker von namhaften Solisten widmet er sich der ganzen Bandbreite des kammermusika- lischen Repertoires. Er ist Kulturpreisträger der Stadt Kassel. Seine Solo- und Kammermusiktätigkeit führt ihn auch regelmäßig ins europäische Ausland, u. a. in die Schweiz, nach Spanien und Frankreich. Michael Kravtchin leitet eine Klavierklasse an der Musikakademie „Louis Spohr“ der Stadt Kassel. Er ist Gründungsmitglied des piano.voce.ensembles.



ALBERTO BERTINO Alberto Bertino 1991 erwarb Alberto Bertino, parallel zum Kompositionsstudium, das Diplom mit Auszeichnung im Fach Klavier am Conservatorio Statale di Musica Antonio Vivaldi in Alessandria (Italien). Dabei gewann er den Preis Ghislieri als bestes Diplom des Jahrgangs sowie den Preis Accademia Filarmonica. Er setzte sein Studium an der Accademia Pianistica di Imola, bei Boris Petrushansky und Alexander Lonquich fort und belegte bedeutende Meisterklassen unter anderem bei Stanislav Bunin, Rosalyn Tureck, Dmitri Bashkirov, Tatjana Nikolajeva, Andràs Schiff und Mihail Voskressensky. Er studierte Orchesterdirigieren am Mozarteum Salzburg bei Michael Gielen und Klavier bei Peter Lang. Diese Studien (Klavier, Orchesterdirigieren und Komposition) setzte er in Turin (wo er ein Diplom erwarb) und Kattowitz (Polen) mit Andrzej Jasinski und Eugeniusz Knapik fort. 1995 gewann er den ersten Preis beim Klavierwettbewerb Città di Cesenatico und 1999 den zweiten Platz beim Concorso Internazionale di Musica da Camera di Finale Ligure in den Kategorien Duo und Trio. Seit 2000 wird Bertino vom Polnischen Jugendorchester Karol Szymanowski regelmäßig eingeladen, um Proben zu dirigieren, zu unterrichten und Konzerte mit italienischer Sinfonik und als Operndirigent zu geben. Darüber hinaus hat er in größeren Theatern in Italien dirigiert (Turin, Bergamo, Alba, Ravenna, Lodi, Chieti usw.). Bertino gibt Meisterkurse für Klavier und Kammermusik in Italien und in Polen, und da er immer öfter mit Sängern arbeitete, ist er seit 2006 als Korrepetitor am Staatstheater Kassel engagiert, wo er bis heute tätig ist. In letzter Zeit ist er mit mehreren Kompositionen hervorgetreten: "Alma Redemptoris Mater”, "Gloria Tibi Trinitas” und "How make the day dawn?” wurden mit dem MDR-Rundfunkchor unter der Leitung von H. Arman in der Peterskirche in Leipzig uraufgeführt. Alberto Bertino ist seit April 2007 im Bereich Korrepetition an der Musikakademie der Stadt Kassel "Louis Spohr" tätig und seit 2012 als Leiter des Chores und des Orchester der Musikakademie. Seit Sommersemester 2012 leitet er zudem eine eigene Klavierklasse. Als Pianist hat er verschiedene Aufnahmen für den italienischen und polnischen Rundfunk gemacht, sowie eine Aufnahme für Naxos.

Gäste


GIDEON POPPE Gideon Poppe stammt aus Hamburg und wurde noch während des Studiums in Karlsruhe an das Badische Staatstheater Karlsruhe engagiert. Zunächst 2007 als Mitglied im Opernstudio, ab 2009 als Ensemblemitglied, sang der Tenor Partien wie Pedrillo (Entführung aus dem Serail), Monostatos (Die Zauberflöte), Don Basilio und Don Curzio (Hochzeit des Figaro). 2011 debütierte er bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe als Emilio (Partenope). Von 2011 bis 2013 war Poppe Ensemblemitglied des Staatstheaters Kassel. Hier erweiterte er sein Repertoire mit weiteren Fachpartien wie Peter Quint (The Turn of the Screw) und Flute (A Midsummer Night’s Dream) von Benjamin Britten, Roderigo ( Otello) , Jaquino (Fidelio) und Boni (Csárdásfürstin). Im Jahr 2013 wurde er festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, wo er seither in zahlreichen Produktionen mitwirkt. So zum Beispiel als Edmondo (Manon Lescaut), Pang (Turandot), Goro ( Madama Butterfly), Steuermann (Der Fliegende Holländer), Cavaliere Belfiore (Il Viaggio à Reims), Jonas (Le Prophète), um nur einige Rollen zu nennen. Großen Erfolg erntete er mit der Titelpartie des Candide in der gleichnamigen Operette von Bernstein am Gärtnerplatztheater in München und an der Oper Köln. Weitere Engagements führten ihn an die Opernhäuser in Braunschweig, Dresden, Frankfurt, Hannover, Leipzig, Mannheim und Muskat/Oman. Konzertante Aufführungen brachten ihn in die Royal Albert Hall, die Berliner Philharmonie, die Laeiszhalle in Hamburg, zum Mozartfest Würzburg und die Kölner Philharmonie. Er arbeitet mit namhaften Dirigenten zusammen, so unter anderen mit Marc Albrecht, Alain Altinoglu, Dan Ettinger, Asher Fisch, Matthias Foremny, Jesús López Cobos, Enrique Mazzola, Carlo Rizzi, Donald Runnicle, Giacomo Sagripanti, Stefan Soltész, Jeffrey Tate, Alexander Vedernikov. Sein Oratoriumrepertoire umfasst die großen und kleinen Werke von Bach, Händel, Mozart über Schubert, bis hin zu Mendelssohn. Weihnachtsoratorium, Matthäuspassion, Johannespassion, Messias, Krönungsmesse, Schöpfung, Elias, um nur einige zu nennen.



JACQUES AMMON Jacques Ammon wurde In Santiago de Chile als Kind deutsch-chilenischer Eltern geboren und machte 1989 als Preisträger des internationalen „Claudio Arrau“ Klavierwettbewerbs auf sich aufmerk-sam. Er nahm sein Studium 1989 an der Kunstfakultät der Universität Chile auf, um sie ab 1990 in Deutschland an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser fortzusetzen. In Deutschland tritt Jacques Ammon als Solist und Kammer-musikpartner in renommierten Konzerthäusern u.a. in der Alten Oper Frankfurt, der Hamburger Musikhalle, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Oberstdorfer Musiksommer und beim Rheingau Musikfestival auf. Darüber hinaus konzertierte er in Österreich (Wiener Konzerthaus), Frankreich (Chatelet Paris), Niederlande (Concertgebouw Amsterdam), Großbritannien (Wigmore Hall, London), Spanien (Palau de la Musica), Italien (Borciani-Festival), Belgien, Finnland, Polen, Russland, Japan, Chile, Argentinien, USA. Viele seiner Konzerte sind von großen Rundfunkanstalten, wie Radio France, BBC London, RBB, NDR, SWR, BR und WDR dokumentiert. Neben dem mit der Geigerin Sophie Heinrich 2006 gegründeten Duo Inter Pares, konzertiert Jacques Ammon seit über fünfzehn Jahren im Duo Celloproject mit dem Cellisten des Artemis Quartetts Eckart Runge zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden fünf CD Produktionen. Außerdem ist er regelmäßig Gast in der Kammermusikreihe des NDR- Sinfonieorchesters Hamburg, was zahlreiche Live-Mitschnitte dokumentieren. Auf Einladung der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker war Jacques Ammon musikalischer Berater und Arrangeur bei einer CD-Produktion (EMI), welche eine Grammy- Nominierung und den Echo-Klassik-Preis erhielt. 2008/09 gastierte Jacques Ammon als Kammermusikpartner auf Einladung des Artemis Quartetts in den wichtigsten Musikzentren Europas. 2009 entstand mit diesen die CD Piazzolla Project. Eine Amerika Tournée (Kansas City, Indianapolis, Durham, New York) mit dem Artemis-Quartett schloss 2012 an. Alfred Brendel war dabei ein prägender Berater. Zusammen mit dem Geiger Daniel Hope produzierte Jacques Ammon im Juli 2012 die CD Spheres und 2013 die CD Hollywood Exil bei dem Label Deutsche Grammophon. Neben dieser regen Konzerttätigkeit, wirkt er als passionierter Lehrer bei Festivals im In- und Ausland, unter anderem beim Internationalen Kammermusikkurs der Jeunesses Musicales in Weikersheim, bei den Karlsruher Meisterklassen und ist seit 2011 der Künstlerischer Leiter des CMMC in Frutillar/Chile. Darüber hinaus lehrt er als Professor für Klavier an der Musik-hochschule Lübeck und ab Oktober 2014 an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig.



VERA WEHT Vera Weht wurde in Wolgograd geboren. Bereits zu Schulzeiten mehrfach Preisträgerin verschie-dener Wettbewerbe, vervollständigte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik Michail Glinka mit dem Prädikat mit Auszeichnung Anschließend nahm sie Lehrverpflichtungen in Temirtau und an der Hochschule für Musik Novosibirsk wahr. Seit 1998 ist sie Dozentin an der Musikakademie der Stadt Kassel Louis Spohr. Als Solistin, Kammermusikerin sowie Liedbegleiterin führten sie Konzerte mit herausragenden Solisten in das europäische Ausland, nach Russland und in alle Teile Deutschlands. Mit Rundfunkaufnahmen und Konzertmitschnitten stellte sich die Pianistin einer breiten Öffentlichkeit vor. Sie wirkte bei verschiedenen Meisterkursen mit, u. a. mit Prof. Helmut Kretschmar, und konzertierte beim Kultursommer Nordhessen, beim Musikfest Kassel und vielen anderen Konzertreihen. Neben ihrer Konzert- und Lehrtätigkeit widmet sie sich als Vorsitzende des Vereins Freunde Junger Musiker Kassel, der Förderung des musikalisch begabten Nachwuchses.



Der Bariton JOHANNES SCHWARZ Johannes Schwarz stammt aus dem Münsterland. Nach abgeschlossenem Schulmusikexamen (Hauptfach Horn) studierte er Gesang zunächst bei Melinda Paulsen in Frankfurt; anschließend bei Marina Sandel und Peter Ling in Hannover sowie in der Liedklasse von Jan Philip Schulze. Er erfreut sich einer regen Konzerttätigkeit in ganz Deutschland (u.a. Alte Oper Frankfurt, Rheingoldhalle Mainz, Philharmonie Berlin) sowie auf zahlreichen Festivals (Weilburger Schlosskonzerte, Festival junger Künstler Bayreuth, Burgfestspiele Bad Vilbel, Haller Bachtage, Kammeroper Rheinsberg). Auf der Opernbühne verkörperte er unter anderem Partien wie Noah in Brittens Noyes Floode, Edwin in Kreneks Vertrauenssache, Cadmus in Händels Semele, Tracollo in Pergolesis Livietta e Tracollo, Kaspar in von Webers Freischütz sowie in dieser Spielzeit den Gernot in Wagners Frühwerk Die Feen am Theater Osnabrück. Als Solist arbeitete er u.a. mit der Neuen Philharmonie Westfalen, den Göttinger und Osnabrücker Symphonikern, der Hofkapelle Hannover oder dem Göttinger Barockorchester unter Dirigenten wie u.a. Michael Schneider, Jörg Straube, Jan Schumacher, Jörg Peter Weigle und Howard Arman. Meisterkurse bei u.a. Ingeborg Danz, Peter Schreier, Rudolf Piernay, Helmut Deutsch, Ann Murray und Stefan Vinke konnten seine bisherige musikalische Ausbildung weiter vervollständigen. Seit 2019 ist er Stipendiat der Oscar-Vera Ritter-Stiftung. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe wie dem Talente Campus des Philharmonischen Chores Berlin, dem Gesangswettbewerb der Kammeroper Rheinsberg sowie dem Haydn-Wettbewerb für klassisches Lied und Arie (2019). Seit 2018 erfüllt er einen Lehrauftrag im Fach Gesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.



Der Dirigent und Pianist LUKAS ROMMELSPACHER Lukas Rommespacher, Jahrgang 1992, begann seine musikalische Ausbildung bei Charlotte Schmidt-Schön und Wolfgang Hess, bevor er in die Klavierklasse von Axel Gremmelspacher an der Frankfurter Hochschule für Musik und darstellende Kunst wechselte. Sein Studium beendete er im Sommer 2018 an der Musikhochschule Freiburg in der Klasse von Eric Le Sage. Meisterkurse bei Gilead Mishory, Markus Bellheim, Helmut Deutsch und John Perry sowie der Unterricht bei Eugen Wangler (Korrepetition) und Uwe Sandner (Dirigieren) runden seine Ausbildung ab. Von 2014 bis Oktober 2018 war er Dirigent der Jungen Marburger Philharmonie. Bedeutende Werke wie Beethovens Neunte Sinfonie hat er in dieser Zeit zur Aufführung gebracht. Seit 2018 ist er als Solorepetitor der Frankfurter Oper tätig. Weitere Engagements führten ihn unter anderem an die Alte Oper Frankfurt, zum Concerto armonico Freiburg, zum Kammerorchester Basel, zum Jungen Sinfonie Orchester Wetzlar, zur Camerata Vocale Freiburg und an die Oper Frankfurt. Seit 2015 ist er außerdem Dozent beim Internationalen Arbeitskreis für Musik. 2017 trat er als musikalischer Leiter der Liebestod-Produktion im Rahmen des Festivals Junger Künstler Bayreuth in Erscheinung. Rommelspachers Konzerttätigkeiten als Pianist erstrecken sich über ganz Deutschland. Erst kürzlich reüssierte er mit dem ersten Klavierkonzert von Johannes Brahms im großen Saal der Berliner Philharmonie. Er trat solistisch mit dem Orchester Berliner Musikfreunde, dem Studierendenorchester des Dr. Hoch‘s Konservatorium, der Jungen Hessischen Philharmonie, dem Deutschen Jugend-kammerchor, den Jungen Sinfonikern Frankfurt und dem Collegium musicum Berlin auf und arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Winfried Toll oder Frieder Bernius zusammen. Bereits zum wiederholten Mal wurde er 2018 zum Rheingau Musik Festival eingeladen. Konzertreisen mit verschiedenen Ensembles führten ihn nach Frankreich, Italien, Finnland, Polen und in die Schweiz.

Impressionen vom Liedfestival 2019