Roman Trekel, Bariton
Nach seiner Gesangsausbildung bei Professor Heinz Reeh, begann der Bariton Roman Trekel seine berufliche Laufbahn an der Staatsoper Berlin. Diesem Haus und seinem Chefdirigenten Daniel Barenboim bleibt er bis heute fest verbunden und von hier aus startete er seine Karriere, die ihn an die großen Opernbühnen und Konzertsäle der Welt führte:
Die Mailänder Scala, das ROH Covent Garden, London, die Staatsopern München, Dresden, Hamburg, die Opernhäuser in Amsterdam, Brüssel, Genf, Florenz, Wien, Madrid, Barcelona, Zürich, das New National Theatre Tokyo, die Wiener Staatsoper und über 11 Jahre in Folge die Bayreuther Festspiele, wo er vor allem in seiner Paraderolle als Wolfram von Eschenbach/Tannhäuser Triumphe feiern konnte.
Über die Partien seines Fachs hinaus (Wolfram, Conte, Posa, Valentin, Don Alfonso und viele andere) beeindruckt Roman Trekel seit einigen Jahren zunehmend in Rollen des dramatischen- und des Charakterfachs. Sein Beckmesser/Meistersinger, Amfortas/Parsifal und Faust (Busoni) waren gleichermaßen packende Charakterstudien wie sein „Wozzeck“ in der gleichnamigen Oper von Alban Berg.
Neben seiner Tätigkeit auf der Opernbühne ist er ein gefragter Konzertsänger und hat bereits mit den größten Orchestern und Dirigenten musiziert: Berliner Philharmoniker, Chicago Symphonie Orchestra, Cleveland Orchestra, Houston Symphony, Israel Philharmonic Orchestra, Münchner Philharmoniker unter Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Christian Thielemann, Kent Nagano und vielen anderen.
Roman Trekel gilt als einer der herausragenden Liedinterpreten seiner Generation. Dies belegen nicht nur seine weltweit gefeierten Liederabende, sondern auch seine mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Diskografie. Neben seinem festen Liedpianisten, Oliver Pohl, mit dem ihn eine über dreißigjährige Partnerschaft verbindet, arbeitet Roman Trekel unter anderen mit Daniel Heide, Burkhard Kehring,
Hartmut Höll, Malcolm Martineau, Hideyo Harada und Elena Bashkirova.
Seit über drei Jahrzehnten unterrichtet Roman Trekel Gesang an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Er gibt Meisterkurse und wird regelmäßig als Juror zu internationalen Wettbewerben eingeladen.
Die CD-Einspielung der Oper „Wozzeck“ von Alban Berg mit dem Houston Symphony Orchestra unter der Leitung von Hans Graf gewann mit Roman Trekel in der Titelrolle den Echo Klassik 2017 und den Grammy 2018.
Hartmut Höll, Klavier
Klangsinn, Sensibilität und das Vermögen, »hinter« den Tönen zu denken, Atmosphäre zu schaffen, Empfindungen im timbrierten Klang unmittelbar erleben zu lassen, zeichnen das Spiel Hartmut Hölls aus. Seit Jahrzehnten gehört er zu den gefragten Klavierpartnern. Dabei weiß er um den Wert kammermusikalischer Zusammenarbeit und ist klug genug, langjährige Partnerschaften zu pflegen. Großzügig gefördert als Stipendiat der »Studienstiftung des deutschen Volkes« studierte Hartmut Höll zunächst in Stuttgart bei Paul Buck und Konrad Richter, empfing entscheidende Impulse aber auch in der privaten Zusammenarbeit mit Leonard Hokanson. Von 1982 bis 1992 war er Partner von Dietrich FischerDieskau. Liederabende bei den Salzburger Festspielen, den Festivals von Edinburgh, Florenz, München, Berlin und Toyko, in der New Yorker Carnegie Hall begründeten die viel gerühmte Zusammenarbeit. Seit mehr nun als zwei Jahr-zehnten begleitet er Renée Fleming bei Konzerten in Europa, Australien, Asien und den USA. Für ihn ist sie die Sängerin unserer globalisierten Welt, und mit Bewunderung erlebt er mit, wie diese einzigartige Sängerin es versteht, mit einem breiten Repertoire an Werken aus vier Jahrhunderten Menschen unterschiedlicher Kulturen in aller Welt anzusprechen und für Musik zu begeistern. Über vier Jahrzehnte war er im Liedduo Mitsuko Shirai verbunden. Beide haben mit weltweiten Konzerten und CDs Maßstäbe der Liedinterpretation gesetzt. »Peter Pears - Benjamin Britten, Pierre Bernac - Francis Poulenc: In our own day, Mitsuko Shirai and Hartmut Höll have achieved a comparable artistry.« THE AUDİOPHİLE VOİCE, USA. Für Mitsuko Shrai und Hartmut Höll war Liedkunst von Anbeginn an immer Kammermusik, So schufen sie 1973 den Begriff »Liedduo«, der heute weithin verwendet wird. Hartmut Hölls Sängerpartner*innen sind oder waren auch Christoph Prégardien, Thomas Hampson, Markus Schäfer, Stella Doufexis, Wolfgang Holzmair, Christiane Libor, Christian Elsner, Roman Trekel, Urszula Kryger, Jadwiga Rappé, Changyong Liao, Josef Protschka, Yvonne Naef, Jochen Kowalski, Hermann Prey, Peter Schreier. Hartmut Hölls besonderes Interesse gilt der jungen Generation: Der Mezzosopranistin Yajie Zhang, dem Tenor Ilker Arcayürek, dem Bariton Gabriel Rollinson. Kammermusikpartner*innen waren Tabea Zimmermann, Eduard Brunner, Jörg Widmann, Gervase de Peyer, Sabine Meyer u.a. Rund sechzig CD-Produktionen (mit Mitsuko Shirai, Dietrich Fischer-Dieskau, Tabea Zimmermann, Sabine Meyer, Urszula Kryger, Jadwiga Rappé, Josef Protschka, Roman Trekel und Leila Pfister) liegen vor (Capriccio, Decca, EMI, Erato, Claves, MDG, BayerRecords) und repräsentieren ein überaus vielfältiges und breit gestreutes Repertoire. Als Professor an der Hochschule für Musik Karlsruhe ist Hartmut Höll nach früheren Professuren in Frankfurt und Köln der jungen Künstlergeneration eng verbunden. Absolvent*innen seiner Lehre führen heute als Professor*innen Tradition weiter – in Salzburg, Wien, Paris, Freiburg, Seoul, Toyko, Erfurt, Manila, Montevideo u.a. 1998/1999 war Hartmut Höll Gastprofessor in Helsinki, von 1994 bis 2003 Gastprofessor an der Universität Mozarteum Salzburg; beinahe zehn Jahre lehrte er Liedgestaltung auch an der Zürcher Hochschule der Künste in der Nachfolge von Irwin Gage. Von Oktober 2007 bis Ende September 2022 war Hartmut Höll als Rektor für die Hochschule für Musik Karlsruhe verantwortlich. CampusOne • Schloss Gottesaue, eines der schönsten Hochschulareale Europas wurde unter seiner Leitung geschaffen, und die Hochschule genießt heute national und international großes Renommee. Meisterklassen für Lied gab Hartmut Höll in Finnland (seit 40 Jahren alljährlich in Savonlinna), beim Internationalen Musikseminar Weimar, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, bei der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg, an der Royal Academy of Music London, in Jerusalem, Kairo und Moskau, an der Escuela Superior de Música Reina Sofia, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Alljährlich lehrt Hartmut Höll als Gastprofessor am Shanghai Conservatory of Music. Und seit 2019 ist er alljährlich Dozent in Renée Flemings SongStudio an der Carnegie Hall New York. 1990 erhielt Hartmut Höll den Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau. Er ist Ehrenmitglied der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau. In Anerkennung seiner Verdienste als Gastdozent verlieh ihm das Shanghai Conservatory of Music 2021 den Xiao Youmei President Price. Als Juror bzw. Juryvorsitzender wurde er zum Naumburg Competition New York, zum RobertSchumann-Wettbewerb Zwickau, zum PianoVoce Moskau, wiederholt zum Boulanger-Wettbewerb Paris, zum Internationalen ARD-Musikwettbewerb München und 2022 zum Concours musical international de Montréal eingeladen.
Bo Wang, Bassbariton
Der Bass-Bariton aus China studierte von 2018 bis 2023 am Zhejiang Conservatory of Music (ZJCM) bei Prof. Dr. Weilong Tao. Zurzeit ist er im Master-Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und wird von Kammersänger Prof. Roman Trekel betreut.
Mit besonderer persönlicher Leidenschaft widmet er sich dem Lied. Im Duo mit der Pianistin Yuriko Watanabe empfingen beide entscheidende künstlerische Impulse durch die Arbeit mit Prof. Hartmut Höll an der Hochschule für Musik Karlsruhe.
Im Jahr 2021 wurde er mit dem »Golden Bell Award« ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für Musiker in China.
2025 gewann er mit Yuriko Watanabe beim 12. Internationalen Gesangswettbewerb Stanisław Moniuszko den »Dublin Song Series Prize« für die beste Interpretation eines Liedes – verbunden mit der Einladung zu einem gemeinsamen Liederabend in Dublin / Irland in der Spielzeit 2026/27. 2024/25 wurde er von Thomas Hampson im Rahmen des Heidelberger Frühlings gefördert.
Erste Engagements führten ihn zum Liedfestival Kassel und zum Shanghai Spring Festival.
Für Ende Oktober 2025 wurde Bo Wang zu »Operalia, The World Opera Competition« in Sofia / Bulgarien eingeladen.
2026 sind Liederabende in Pforzheim, Dublin, Kassel und Berlin geplant.
Ganz aktuell ist Bo Wang 1. Preisträger beim Internationalen Liedwettbewerb Helmut Deutsch 2025 in Wien.
Yuriko Watanabe, Klavier
Yuriko Watanabe wurde in Tokio geboren, lebte früh schon in London und begann im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Mit 13 kam sie an die Purcell School of Music in London bei Valeria Szervánsky und erhielt dort das Stipendium “Music and Dance Scheme“ der Britischen Regierung. Ihren Bachelor begann sie an der Universität Tokio Gakugei bei Prof. Shinichi Shiino im Studiengang Schulmusik und schloss diesen 2017 ab. Anschließend studierte sie Master Solo Klavier an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Christian Wilm Müller und Prof. Karl-Peter Kammerlander, und war währenddessen in Budapest ERASMUS-Stipendiatin an der Ferenc Liszt Musikakademie. 2020 schloss sie ihren Master Klavier erfolgreich ab und studiert seither Liedgestaltung Klavier an der Hochschule für Musik Karlsruhe in der Liedklasse von Prof. Dr. h.c. Mitsuko Shirai und Prof. Hartmut Höll.
2016 erhielt sie den Sonderpreis als beste Liedbegleiterin beim Zweiten internationalen Nikko Gesangswettbewerb, 2019 wurde sie im Duo mit dem chinesischen Tenor Cheng Li mit dem 3. Preis beim 55. Internationalen Gesangswettbewerb Antonín Dvořák in Karlsbad ausgezeichnet. 2021 erhielt sie im Duo mit dem Tenor Zhuohan Sun einen Sonderpreis und den Publikumspreis des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs Zwickau und im September 2022 3. Preis beim 13. Internationaler Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart. Yuriko Watanabe ist Stipendiatin von Yehudi Menuhin Live Music Now und wurde zweimal ins Brahms-Haus Baden-Baden eingeladen. Sie war Stipendiatin der Liedakademie 2022/2023 in Heidelberg unter der Leitung von Thomas Hampson und im Januar 2023 und 2024 spielte sie beim Song-Studio in der Carnegie Hall, New York, unter der Schirmherrschaft von Renée Fleming.
Weitere musikalische Impulse erhielt Yuriko Watanabe bei Meisterkursen u.a. von Ferenc Rados, György Kurtág, Burkhard Kehring, Roger Vignoles, Michael Dussek, Ulrich Eisenlohr, Anne le Bozec, Wolfgang Holzmair, Christoph Pregardién, Malcolm Martineau, Graham Johnson, Susan Manoff, Thomas Hampson und Renée Fleming.
Seit Oktober 2020 hat Yuriko einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar inne, seit April 2023 auch an der Hochschule für Musik Freiburg, und seit Oktober 2022 ist sie Assistentin von Prof. Hartmut Höll in der Liedklasse an der Hochschule für Musik Karlsruhe.
Felix Rohleder, Bassbariton
Der Bassbariton Felix Rohleder gehört seit der Spielzeit 2022/2023 zum Ensemble des Theaters Chemnitz. Zuvor war er zwei Jahre lang Mitglied des Chemnitzer Opernstudios und studierte an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden in der Klasse von Jörg Hempel. Ebenso wurde er von Olaf Bär im Liedgesang und von Britta Schwarz im Oratorienfach unterrichtet.
Verschiedene Meisterkurse bei Georg Zeppenfeld, Regina Werner- Dietrich, Thomas Quasthoff,Jukka Rasilainen, Cornelia Helfricht und Bo Skovhus ergänzen seine Ausbildung. Ab dem Jahr 2024 setzt er seine Studien mit einem Meisterschülerstudium bei KS Prof. Roland Schubert fort.
Bereits während seines Gesangsstudiums debütierte Felix Rohleder in verschiedenen Rollen auf der Opernbühne, unter Anderem als Masetto in Mozarts „Don Giovanni“, als Figaro in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ und als Diktator in Ernst Kreneks „Der Diktator“. Weiterhin konnte er als Solist in der Dresdner Konzertreihe „Kantaten im Palais“ unter Leitung von Hans-Christoph Rademann wichtige Erfahrungen im Bereich der barocken Aufführungspraxis sammeln.
Im Ensemble der Theater Chemnitz war er unter Anderem als Escamillo, Moralès und Zuniga in „Carmen“, als Schaunard in „La Bohème“, als Haraschta in „Das schlaue Füchslein“, als 1. Handwerksbursch in „Wozzeck“ sowie als Monterone in „Rigoletto zu erleben. In der Spielzeit 2025/2026 stehen weitere Rollendebüts an, wie etwa Sparafucile in „Rigoletto“, Dottore Grenvil in „La Traviata“, Colline in „La Bohème sowie Peter Besenbinder in „Hänsel und Gretel“.
Neben seiner Arbeit als Opernsänger ist er regelmäßig im Konzertfach zu erleben und konnte so vielerorts auf sich aufmerksam machen. Felix Rohleder ist Solist beim inklusiven Ensemble „Sing&Sign“, welches Musik von Johann Sebastian Bach durch die Verwendung der Gebärdensprache für hörbeeinträchtigte Menschen erlebbar macht. Ein Höhepunkt dieser Arbeit war das Eröffnungskonzert des Bachfestes 2024 mit einer barrierefreien Johannespassion.
Eine besondere Begeisterung hegt er für das Kunstlied, so sind Liederabende ein häufiger Bestandteil seines Kalenders. Regelmäßig arbeitet er hierfür mit den Pianisten Daniel Heide, Alexander Schmalcz, Michael Schütze und Ulrich Vogel zusammen.
Felix Rohleder ist Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Dresden und der Internationalen Sächsischen Sängerakademie.
Daniel Heide, Klavier
Den aus Weimar stammenden Pianisten Daniel Heide kennt man aktuell vor allem als einen der gefragtesten Liedbegleiter seiner Generation. In zunehmendem Maße tritt er als Solist in Klavierabenden in Erscheinung. Er studierte an der Franz-Liszt-Hochschule seiner Heimatstadt bei Prof. Ludwig Bätzel, bezeichnet sich selbst jedoch mehr als Autodidakt und Suchenden und nennt Videoaufnahmen, Schallplatten und Interviews großer Pianisten der Vergangenheit als wichtige Anregungen und Inspiration. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn durch ganz Europa, nach Südafrika, Südamerika und in viele Länder Asiens. Als Liedbegleiter und Kammermusikpartner ist er regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals wie der Schubertiaden Schwarzenberg und Hohenems, im Wiener Musikverein, im Ciclo de Lied im Teatro Zarzuela in Madrid (ESP), in der Santa Cecilia in Rom (IT), der Schubertiada Vilabertran, Barcelona und im Baskenland (ES), dem Eppaner Liedsommer (IT), dem BBC Edinburgh International Festival (GB), dem Oxford Lieder Festival (GB), Spring Festival Tokio (J) u.a.
Er gastierte in den wichtigsten europäischen Konzertsälen, u.a. in den Philharmonien in Berlin, Köln, Bilbao und Paris, dem Konzerthaus Wien, der Oper Frankfurt, der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich, dem Palau de la Música Barcelona, dem Børssalen Kopenhagen, dem deSingel Antwerpen sowie dem Muziekcentrum De Bijloke in Gent und jüngst in der Bunka Kaikan Hall in Tokyo (JPN). Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn dabei mit Sängerinnen und Sängern wie Andrè Schuen, Konstantin Krimmel, Christoph Prégardien, Julian Prégardien, Katharina Konradi, Patrick Grahl, Tobias Berndt und Britta Schwarz. Mit der deutsch-griechischen Mezzosopranistin Stella Doufexis† verband ihn eine enge Zusammen-arbeit. Ihre gemeinsam aufgenommene CD «Poèmes» mit Liedern von Claude Debussy erhielt den Preis der Deutschen Schall-plattenkritik. Als Partner in Sonatenabenden konzertierte er auch mit SolistInnen wie Tabea Zimmermann, Julia Hagen, Andreas Willwohl sowie dem Mandelring-Quartett. Einen wichtigen Impuls für seine Karriere als Liedbegleiter stellt 2011 die Gründung der Konzertreihe «Der lyrische Salon – Liederabende auf Schloss Ettersburg» dar.
Als pianistischer Partner hat er eine Vielzahl renommierter Gesangssolisten in über hundert Liederabenden in dieser Konzertreihe begleitet. Daniel Heide liebt die Arbeit im melodramatischen Kontext, u.a. in Programmen mit Christian Brückner, Klaus Maria Brandauer, Thomas Thieme, Hanns Zischler, Markus Meyer, Sky Dumont und Udo Samel. VeröffentlichungenNeben seiner regen Konzerttätigkeit ist sein Wirken auf mittlerweile über 30 CD-Veröffentlichungen dokumentiert. Zuletzt erschienen ist der «Schwanengesang» mit Andrè Schuen (Deutsche Grammophon, 2022) sowie Franz Schuberts Zyklus «Die schöne Müllerin» mit dem Bariton Konstantin Krimmel (Alpha). Die Aufnahme «Schwanengesang» erhielt 2023 den Opus Klassik, «Die schöne Müllerin» wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2023, sowie dem Opus Klassik 2024 ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die «Winterreise» von Franz Schubert, die er gemeinsam mit Andrè Schuen für die Deutsche Grammophon aufgenommen hat und Sonaten von Schostakovich und Schubert zusammen mit dem Bratschisten Andreas Willwohl bei CAvi-Music/Universal Music (2024).
Mit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 widmete sich Daniel Heide verstärkt dem Studium des Klavier-Solo-Repertoires. Im Fokus stehen seitdem u.a. die 32 Sonaten von Ludwig van Beethoven und Sonaten von Franz Schubert, die in zahlreichen Solo-Recitals bereits zur Aufführung gelangt sind. Ebenso bezeugen drei erste Veröffent-lichungen mit Beethoven-Sonaten (CAvi-Music, 2021, 2022, 2023) diese Arbeit. Eine erste Schubert-CD mit Impromptus erscheint noch in diesem Jahr ebendort.
Seit 2019 entsteht unter Daniel Heides künstlerischer Ägide eine Gesamteinspielung der Lieder von Franz Liszt, zwei Aufnahmen liegen bereits vor (CAvi/Universal Music), eine mit dem Bariton Andrè Schuen (Petrarca Sonette) und eine weitere mit dem Bariton Konstantin Krimmel («Der du von dem Himmel bist»). Letztere Aufnahme erhielt 2023 den Grand Prix der Franz-Liszt-Akademie Budapest. Im Herbst 2024 erscheint eine dritte Veröffentlichung mit der ungarischen Mezzosopranistin Dorottya Lang, weitere Einspielungen mit dem Tenor Julian Prégardien und der Sopranistin Katharina Konradi sind in Vorbereitung.
Patrick Grahl, Tenor
Der gebürtige Leipziger Patrick Grahl war zunächst Mitglied des Thomanerchores unter Georg Christoph Biller, anschließend erhielt er seine Gesangsausbildung an der Musikhochschule Leipzig bei Berthold Schmid und schloss dort auch sein Studium mit dem Meisterklassenexamen ab. Kurse bei Peter Schreier, Gotthold Schwarz, Gerd Türk, KS Ileana Cotrubas und Prof. Karl-Peter Kammerlander gaben ihm wichtige Impulse für seine künstlerische Entwicklung.
2016 gewann der Tenor den 1. Preis beim XX. Internationalen Johann-Sebastian-Bach- Wettbewerb in Leipzig. Seitdem ist er ein viel gefragter Oratorien- und Konzertsänger und gastiert u.a. mit Klangköpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, der NDR Radiophilharmonie, dem Gürzenichorchester Köln sowie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI di Torino und dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle, Daniele Gatti, Hartmut Haenchen, Ludwig Güttler, Peter Schreier, Andrew Manze, Leopold Hager, Omer Meir Wellber, Manfred Honeck, Stefano Montanari und Hans-Christoph Rademann.
Auf der Opernbühne war er u.a. als Don Ottavio (Mozart: Don Giovanni) am Teatro La Fenice in Venedig, als Jaquino (Beethovens Fidelio) gemeinsam mit dem Insula Orchestra unter Leitung von Laurence Equilbey, beim Festival in Marvao (Mozart: Entführung aus dem Serail) und mit weiteren Partien an der Opéra National de Lyon, in Helsinki und Budapest zu erleben.
Zudem legt Patrick Grahl großen Wert auf kammermusikalische Projekte und Liederabende. Seine Lied-CD „Dichterliebe“, begleitet von Daniel Heide, ist beim Label CAvi erschienen. Dem folgte im September 2024 bei Rondeau Production gemeinsam mit Klara Hornig die CD „Das ferne Lied“ mit z.T. erstmals eingespielten Werken der Komponisten Wilhelm Weismann und Rudolf Wagner-Régeny.
Sibylle Höhnk, Klavier
Sibylle Höhnk studierte Klavier, Liedgestaltung, Kammermusik, Korrepetition und Viola an den Musikhochschulen in Bremen, Leipzig und Paris. Ferner arbeitete sie bei zahlreichen Meisterkursen mit u.a. Dietrich Fischer-Dieskau, Amadeus Webersinke oder dem Trio Fontenay.
Nach Stationen als Dozentin für Lied-gestaltung, Kammermusik und Repetition an der Musikhochschule Leipzig und an der Universität Halle-Wittenberg ist sie nun Professorin für Klavierbegleitung an der Musikhochschule München, daneben unter-richtet sie bei Meisterkursen in Europa und in den USA.
Die Pianistin ist eine hoch geschätzte Kammermusikpartnerin, Liedbegleiterin und Coach und konzertiert weltweit in verschiedensten Besetzungen.
Sibylle Höhnk wird regelmäßig als Jurorin zu nationalen und internationalen Wettbewerben eingeladen und ist eine gefragte Pflichtbegleiterin bei weit über dreißig Wettbewerben und Meisterkursen
Martin Feifel, Rezitation
Martin Feifel wurde noch während seines Schauspielstudiums an der Westfälischen Schauspielschule Bochum am Schauspielhaus Bochum als festes Ensemble-Mitglied engagiert. In dieser Zeit gab er sein Leinwanddebüt in einer kleinen Rolle in Helmut Dietls erfolgreichen Filmsatire "Schtonk", der Durchbruch gelang ihm mit "Der Feuerreiter" in der Hauptrolle des Dichters Friedrich Hölderlin. Es folgten zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen, darunter Hauptrollen im Münchner „Tatort“ und „Polizeiruf 110“. Bekannt wurde er durch seine Darstellung des finsteren Bauern Arthur Distelmeier in „Der Bergdoktor“. Für "Süden und der Luftgitarrist" nach dem gleichnamigen Roman des Münchner Autors Friedrich Ani erhielt er den Adolf-Grimme-Preis. „Oktoberfest 1900“ und die erfolgreiche Sky-Serie „Der Pass“ gehören zu seinen jüngsten Arbeiten. Er gehört zu den meistgesehenen und beliebtesten Schauspielern im deutschen Fernsehen. Neben der Filmarbeit widmet er sich mit Leidenschaft Hörspielen, Hörbüchern, Lesungen und der Malerei.
Johannes Strauss, Tenor
Johannes Strauß erhielt seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Würzburg. Dort schloss er ein Schulmusik-studium ab, bevor er Chorleitung bei Prof. Jörg Straube, Musiktheorie bei Prof. Dr. Christoph Wünsch und schließlich Gesang bei Prof. Martin Hummel studierte.
Wichtige künstlerische Impulse erfuhr er auch durch Margreet Honig, Frieder Bernius, Hermann Max, Edda Moser und Gerold Huber.
Seit 2010 konzertiert er regelmäßig mit den großen Tenorpartien der bekannten Oratorien von Bach, Händel, Mozart und Mendelssohn Bartholdy in vielen Städten der Bundesrepublik Deutschland. Erste Opern-partien wie den Graf Almaviva und Don Ottavio sang er in Produktionen für Kinder an der Nürnberger Staatsoper und in der Alten Oper Frankfurt. Die Partien des Quint in der Oper "The Turn of the Screw" von Britten, die des Ecclitico aus Haydns "Die Welt auf dem Monde" und die des Belfiore aus Mozarts "La finta giardiniera" sang er in Würzburg im Rahmen seines Studiums.
Von 2015 bis 2017 war er am Stadttheater Pforzheim engagiert und war dort unter anderem als Sam in Kurt Weills "Street Scene", als Nero in Monteverdis "Die Krönung der Poppea" und als Basilio und Don Curzio in Mozarts "Figaro" zu hören. 2017 sang er dort die Titelrolle in Bernsteins "Candide", den Kavalier in Hindemiths "Cardillac" und Tamino in Mozarts Zauberflöte.
2017 und 2018 sang er am Tiroler Landestheater in Innsbruck den Ersten Fremden in Künnekes "Der Vetter aus Dingsda" und war darüberhinaus an der Staatsoperette in Dresden engagiert. Dort war er als festes Ensemblemitglied unter anderem in "Gianni Schicchi", "Die Zauber-flöte", "Die Csardasfürstin" und "Die schöne Galathee" zu hören.
In den Jahren 2019 bis 2022 war Strauß sowohl am oberösterreichischen Landes-theater in Linz als auch an der Volksoper Wien engagiert und sang dort den Belmonte in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", den Ottokar in Strauß' "Zigeunerbaron" und war in der vielbeachteten Produktion "Tod in Venedig" von Benjamin Britten unter der Regie von Sir David McVicar zu hören.
Brittens Musik liegt Strauß sehr am Herzen und so war er 2023 am Stadttheater Gießen als Lysander in "A Midsummer Night's Dream" zu hören.
Derzeit ist er im Opernensemble des Staatstheaters Kassel engagiert und steht dort in "Carmen", "Don Giovanni" und der Uraufführung "Defekt" auf der Bühne.
2013 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes und unterrichtet seit 2014 an der Hochschule für Musik Würzburg im Lehrauftrag Gesang.
Sebastian Seitz
Mit seiner dynamische Bühnenpräsenz und lebendige Musikalität konnte der junge Bariton, Sebastian Seitz, immer wieder als facettenreicher Sänger und Darsteller auf sich aufmerksam machen.
Er ist gern gesehener Gast großer Konzertpodien, wie etwa dem Konzerthaus Berlin, der Laieszhalle Hamburg und der Kölner Philharmonie und bei Festivals wie Heidelberger Frühling, PODIUM Esslingen und Peter de Grote Festival.
Opernengagements führten ihn an das Theater Dortmund, Theater Münster, Theater Dortmund, Theater Hagen, Theater Koblenz,Theater Aachen, Theater Krefeld/Mönchengladbach, Teatro Comunale Bolzano und das Theater Plauen/Zwickau. An diesen Häusern sang er wichtige Partien seines Faches wie Don Giovanni (Don Giovanni), Figaro (Barbiere), Onegin (Eugen Onegin), Belcore (L’elisir d’amore), Papageno (Zauberflöte), Harlekin (Ariadne auf Naxos) oder Graf Danilo (Die lustige Witwe). Von 2016-2022 war Seitz Ensemblemitglied am Theater Plauen/Zwickau.
Parallel dazu hat sich Sebastian Seitz ein breites Repertoire im Bereich Musical aufgebaut. So war er u. a. in Love Never Dies (Raoul), My Fair Lady (Freddy Eynsford-Hill), Gefährliche Liebschaften(Cavalier de Danceny), Kiss Me, Kate (Fred Graham), La Cage auf Folles (Jean-Michel), Die letzten fünf Jahre (Jamie) und in The Rocky Horror Show (Brad) zu erleben.
Neben seiner regen Konzerttätigkeit ist Sebastian Seitz a.a. am Pfalztheater Kaiserslautern engagiert.
Er arbeitete mit Orchestern wie etwa dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Haydn-Orchester Bozen, WDR Funkhausorchester, Gürzenichorchester Köln, Nordwestdeutsche Philharmonie, Württem-bergische Philharmonie Reutlingen, Niederrheinischen Sinfonikern und den Sinfonikern Hamburg zusammen. Eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn zudem mit dem preisgekrönten Liedpianisten Tobias Koltun.
Sebastian Seitz studierte künstlerischen Gesang an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof. Mario Hoff sowie im Masterstudium auch bei Johannes Martin Kränzle.
Weitere wichtige musikalische und künstlerische Impulse erhielt er in Meisterklassen u.a. bei Thomas Hampson, Dietrich Henschel, Konrad Jarnot, Werner Güra, KS Brigitte Fassbaender und Helen Donath.
Zudem ist der junge Bariton Stipendiat des Richard Wagner Verbandes, der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Liedakademie Heidelberg Frühling und der Liedmeisterklasse Neue Stimmen.
Tobias Koltun
Tobias Koltun, 1986 in Köln geboren, ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Klavier- wettbewerbe (u. a. "Köthener Bachwettbewerb", "Internationales Klavierpodium München"). Zwischen 2005 und 2010 studierte er in den Klavierklassen von Prof. Vassily Lobanov und Prof. Sheila Arnold an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Verschiedene Meisterkurse unter anderem
bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Prof. Vladimir Krainev gaben ihm für seine künstlerische
Entwicklung wichtige Impulse. Ausschlaggebend für seine berufliche Tätigkeit als Liedbegleiter wurden die Erfahrungen, die er in dieser Zeit als Korrepetitor zahlreicher Gesangsklassen sammeln
konnte. Im Anschluss an sein Klavierstudium erweiterte er seine berufliche Qualifikation innerhalb eines Masterstudiums im Fach Liedbegleitung bei Prof. Jürgen Glauss, dass er mit Auszeichnung abschloss. Seit Oktober 2013 ist Tobias Koltun Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und
Tanz Köln. 2018 schloss er sein Solistenexamen bei Prof. Hartmut Höll / Prof. Mitsuko Shirai
mit Auszeichnung ab.
Wertvolle Erfahrungen als Liedbegleiter und Korrepetitor konnte er außerdem bei zahlreichen Wettbewerben wie dem "Internationalen Brahmswettbewerb in Pörtschach", dem " 59.
Hochschulwettbewerb im Bereich Liedduo in Lübeck", Internatio-naler Liedwettbewerb „Schubert und die Moderne“ in Graz und dem "Internationalen Musikwettbewerb Köln" gewinnen. 2012 gewann er
den Preis für den besten Liedbegleiter beim interna-tionalen Joseph-Suder-Wettbewerb in Nürnberg. Im
folgenden Jahr gewann er mit der Sopranistin Barbara Elisabeth von Stritzky den 1. Preis beim
Liedduowettbewerb von Cantando-Parlando in St. Augustin und mit dem Bariton Sebastian Seitz neben dem 3. Preis, den Preis für die beste Aufführung des zeitgenössischen Pflichtstückes und den Preis der Studentenjury beim Internationalen Liedduo-wettbewerb in Enschede. Beim 2.
Internationalen Schubert- Wettbewerb in Dortmund erreichte er mit dem Bariton Sebastian Seitz, dass Finale und erhielt einen Sonderpreis. Mit Elisabeth von Stritzky gewann er anschließend den 2. Preis beim Müller-Heuser Liedwettbewerb in Köln und den Preis für die beste Klavierbegleitung. Ebenso entscheidend für seine künstle-rische Entwicklung erwiesen sich Meisterkurse im Bereich
Liedgestaltung bei Ulrich Eisenlohr und Prof. Graham Johnson sowie der Liedakadamie Trossingen.
Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn auf die Bühnen des europäischen Auslands und in große Konzertsäle wie die Philharmonie in Köln.
Daniela Vega, Mezzosopran
Die brasilianische Mezzosopranistin DANIELA VEGA bekam bereits im Alter von fünf Jahren ihren ersten Klavier- und Ballettunterricht. Inzwischen bespielt sie zahlreiche Bühnen Europas.
Vega trat mit den Berliner Philharmonikern als La Badessa (Suor Angelica) unter der Leitung von Kirill Petrenko auf und wurde an der Kammeroper Konstanz für ihre Darbietung als La Ciesca (Gianni Schicchi) und ihr Debüt als Sesto (La Clemenza di Tito) gefeiert. Am Staatstheater Kassel war bzw. ist sie u. a. als Tisbe (La Cenerentola), Monster (Einbruch Mehrerer Dunkelheiten, UA), Flora Bervoix (L'ultimo Sogno/La Traviata), Curra (La Forza del Destino), Fekluša (Katja Kabanova) sowie als Mercédès in Carmen auf der Opernbühne zu erleben.
Daniela Vega wurde als Solistin zu verschiedenen Konzertreihen eingeladen, u.a. zum IKOMA Music Festival (Japan), Rheingau Musik Festival, Casino de Paris (Frankreich), Konzerthaus Karlsruhe sowie Liederhalle Stuttgart.
Markus Schäfer, Tenor
Markus Schäfer, Tenor Markus Schäfer studierte Gesang und Kirchenmusik in Karls-ruhe und Düsseldorf bei Armand McLane. Nach dem Besuch des Opernstudios am Opernhaus in Zürich gab er dort sein Debüt und erhielt sein erstes Engagement. Es folgten Stationen als Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper sowie an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf. Gastspiele und Konzertreisen führten ihn an viele der bedeu-tendsten Philharmonien, Opernhäuser und Festivals. Der lyri-sche Tenor hat sich insbesonders in Opernpartien des Mozart-Fachs, als Evangelist in den Passionen Johann Sebastian Bachs sowie in den großen Oratorien des 19. Jahrhunderts einen her-vorragenden Ruf erworben. Dabei arbeitete er u.a. mit Dirigenten wie Jos van Immerseel, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Frans Brüggen, Paul McCreesh, Philippe Herreweghe, Kent Nagano und Kirill Petrenko zusammen. Als Liedinterpret feierte Markus Schäfer große Erfolge u.a. in New York (Lincoln Center), in Wien, bei den Schubertiaden Feldkirch und Schwarzenberg, Wigmore Hall in London und Heidelberger Frühling. Zahlreiche preisgekrönte CD-Aufnahmen (u.a. Grammy für die Matthäus-Passion mit Harnoncourt) sowie Rundfunkproduktionen dokumentieren das breite Spektrum seines Könnens, das neben Barockmusik, klassischen und romantischen Werken auch Uraufführungen zeitgenössischer Musik wie z.B. von Wolf-gang Rihm und Wilhelm Killmayer beinhaltet. Seine besondere Liebe gilt dabei der historisch informierten Aufführungspraxis, wie beispielsweise bei seinen jüngsten Lied CD Produktionen mit Hammerflügeln zu erleben ist. Seit 2008 ist Schäfer Gesangsprofessor an der Hochschule für Musik, Tanz und Medien Hannover.
Traudl Schmaderer
ist als Konzert- Oratoriums- und Liedsängerin bekannt und konzertierte in Europa, den USA und den Vereinigten Arabischen mit unterschiedlichen Dirigenten und Kammermusikpartnern.
In den letzten Jahren widmete sich zunehmend dem Kunstlied und trat mit anspruchsvollen und zugleich meisterhaft interpretierten Konzertprojekten hervor, so beim Musikfest Kassel mit Frauenliebe und Leben von Robert Schumann, begleitet von der bekannten Schumann-Interpretin Ragna Schirmer und beim Liedfestival Kassel 2019 mit den Rosen von Sofia
Gubaidulina, sowie beim Internationalen Louise-Greger-Festival und zuletzt 2021 beim Liedfestival Kassel mit dem Liederschaffen von Komponistinnen.
Traudl Schmaderer erhielt ihre Gesangsausbildung u.a. bei Adalbert Kraus in München und Nurit Herzog-Gorén in Kassel und im Rahmen von Meisterkursen bei Edith Mathis. Sie wirkte bei Uraufführungen zeitgenössischer Musik und bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Einspielungen mit ihrem breit gefächerten Repertoire mit, zu dem alle großen geistlichen Werke gehören.
Zudem verfügt sie über reiche gesangspädagogische Erfahrung, erworben u.a. auch an der
Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Frankfurt. Heute unterrichtet sie privat in Kassel
und fördert v.a. junge begabte Sängerinnen und Sänger.
Sie ist Initiatorin und zusammen mit dem Pianisten Michael Kravtchin künstlerische Leiterin des Liedfestival Kassel.
Michael Kravtchin
Michael Kravtchin wurde in Moskau geboren. Frankfurt, Hannover, Detmold und Freiburg sind die Stationen seiner Musikausbildung. Insbesondere seine Begegnung mit dem großen Pianisten Anatol Ugorski hat ihn musikalisch und künstlerisch geprägt.
Michael Kravtchin ist Preisträger beim internationalen Klavierwettbewerb „Cita di Cantù“ in Italien. Er erhielt auch den Kritikerpreis. Seine Beschäftigung mit der
Musik von Franz Graf von Pocci führte 2007 zur Veröffentlichung einer CD mit Ersteinspielungen mehrerer Werke Poccis. Außerdem nahm er das erste Buch der Préludes von Debussy und Schumanns Carnaval auf. Er trat mehrmals beim Musikfest in Kassel auf. Eine CD mit französischer Klaviermusik erschien als Konzertmitschnitt aus der documenta-Halle Kassel.
Als Kammermusiker von namhaften Solisten widmet er sich der ganzen Bandbreite des
kammermusikalischen Repertoires. Er ist Kulturpreisträger der Stadt Kassel. Seine Solo- und
Kammermusiktätigkeit führt ihn auch regelmäßig ins europäische Ausland, u. a. in die Schweiz,
nach Spanien und Frankreich. 2016 wurde gemeinsam mit Traudl Schmaderer das Liedfestival Kassel initiiert. 2020 gründete er die Camerata Kassel und widmet sich seitdem auch dem Dirigieren, insbesondere den Sinfonien Beethovens.
Michael Kravtchin leitet eine Klavierklasse an der Musikakademie „Louis Spohr“ der Stadt Kassel.